Risikolandkarte
Krankenversicherung für Selbstständige: PKV oder GKV
Als Selbstständige:r entscheidest du selbst zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, eine Weichenstellung, die dich Jahrzehnte begleitet. Wir ordnen die Entscheidung für deine Lebensrealität ein.

Mit der Selbstständigkeit fällt der Arbeitgeberanteil weg, du trägst deinen Krankenversicherungsbeitrag allein. Gleichzeitig hast du die Wahl zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV). Beide haben Vorteile und Nachteile, die stark von deinem Einkommen, deinem Alter, deiner Familienplanung und deiner Risikobereitschaft abhängen. Für Kreative und Publizist:innen verändert die Künstlersozialkasse die Rechnung zusätzlich.
Welche Situation trifft dich
Ohne Absicherung
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Schwankendes Einkommen
In der GKV richtet sich dein Beitrag nach deinem Einkommen, mit einem Mindestbeitrag. In der PKV ist der Beitrag einkommensunabhängig und vom Gesundheitszustand bei Eintritt abhängig. Bei schwankendem Einkommen kann das ein Vorteil oder Nachteil sein.
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Familie und Kinder
In der GKV sind Kinder und nicht erwerbstätige Partner:innen oft kostenfrei mitversichert. In der PKV zahlst du für jede Person einen eigenen Beitrag. Bei Familienplanung ist das ein zentraler Punkt der Entscheidung.
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Die Künstlersozialkasse
Als selbstständige:r Künstler:in oder Publizist:in kannst du über die KSK pflichtversichert sein. Sie übernimmt rund die Hälfte deiner Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung (Stand 2025), das macht die GKV für viele Kreative attraktiv.
So gehst du die Entscheidung an
Es gibt keine pauschal richtige Antwort, die Wahl hängt von deiner persönlichen Situation ab. Ein Wechsel in die PKV ist später nur schwer rückgängig zu machen, weil die Rückkehr in die GKV an Bedingungen geknüpft ist. Deshalb solltest du die Entscheidung nicht allein nach dem heutigen Beitrag treffen, sondern auch die Beitragsentwicklung im Alter und deine Familienplanung mitdenken. Wir vergleichen die Optionen mit dir, vertiefte Informationen findest du auf unserer Spezialseite.
Der Beitrag hängt in der GKV vom Einkommen, in der PKV vom Tarif, Alter und Gesundheitszustand ab.
Das solltest du prüfen
- Wie hoch und wie stabil ist dein Einkommen langfristig?
- Planst du eine Familie, wäre die kostenfreie Mitversicherung in der GKV ein Vorteil?
- Bist du über die Künstlersozialkasse pflichtversichert oder pflichtversicherbar?
- Wie entwickelt sich der Beitrag zur PKV voraussichtlich im Alter?
- Hast du an Krankentagegeld für den Einkommensausfall bei Krankheit gedacht?
Häufige Fragen
PKV oder GKV: was ist als Selbstständige:r besser?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Die GKV punktet bei schwankendem Einkommen und Familienplanung, die PKV kann bei stabilem höherem Einkommen und gutem Gesundheitszustand günstiger und leistungsstärker sein. Entscheidend sind deine persönliche Situation und die langfristige Beitragsentwicklung.
Kann ich später von der PKV zurück in die GKV wechseln?
Nur unter bestimmten Bedingungen, etwa wenn du wieder versicherungspflichtig angestellt wirst und bestimmte Altersgrenzen nicht überschritten hast. Ab 55 Jahren ist der Wechsel zurück sehr schwierig. Deshalb solltest du die Entscheidung für die PKV gut durchdenken.
Wie beeinflusst die Künstlersozialkasse meine Krankenversicherung?
Bist du als Künstler:in oder Publizist:in über die KSK pflichtversichert, übernimmt sie rund die Hälfte deiner Beiträge zur Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Rentenversicherung (Stand 2025). Das macht die gesetzliche Krankenversicherung für viele Kreative deutlich attraktiver. Eine Entscheidung für die PKV ist dann meist nicht sinnvoll.
Was kostet mich die Krankenversicherung als Selbstständige:r?
In der GKV richtet sich der Beitrag nach deinem Einkommen, mit einem Mindestbeitrag auch bei geringem Verdienst. In der PKV hängt er von Tarif, Alter und Gesundheitszustand ab. Wir vergleichen die Optionen passend zu deiner Situation.
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